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Um 03 Uhr 15 sollte der Wecker loslegen, aber wahrscheinlich war ich schon so aufgeregt, dass ich 2 Minuten vorher wach wurde. Die Zeitungsfrau, die immer gegen halb vier die Zeitung in den Briefkasten wirft, hat wahrscheinlich den Schrecken des Lebens bekommen, als ein mit allerlei Taschen bepackter Mensch plötzlich um die Ecke kam ...
Um 4 Uhr war ich dann hinter dem Leuchtturm in Kiel-Bülk. Als erstes traf ich dort Britta Hentschel und Robert Schwebel, die samt Eltern aus Braunschweig angereist waren. Langsam kamen mehr Leute, aber der große Boom blieb an der Stelle aus. Der fand ca. 300 m zurück auf der Strasse statt, wo nebst weiterer Sternfreunde der GvA auch noch "Planetariumsmenschen" und Weitgereiste aus dem Ruhrgebiet ihr teils imposantes Gerät aufbauten. Dazwischen befragte ein ebenfalls früh erwachter Medienmensch samt schwerer Kamera die Versammelten nach ihren momentanen Glücksgefühlen.
Das Wetter hatte ein Einsehen und ca 10 Minuten nach offiziellem Sonnenaufgang (05.53h) lugten bereits die "Hörner" aus dem Dunst. Ein wunderschönes Bild. Der Sonnenaufgang erschien mir deutlich dunkler als normal. Wir konnten den gesamten Verlauf der Finsternis verfolgen und fanden gemeinsam, dass es ein tolles Ereignis war. Das frühe Aufstehen hatte sich allemal gelohnt.
© Text: Christoph Petermann